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bf-infra/docs/transaktionen
Christoph Emsenhuber b2d286d9c8 TP6 beantwortet: CAKE ist baubar, wirkt -- und reicht nicht an die Ursache
Korrigiert den Befund von heute Nacht. Der stand so nicht richtig da.

WAS FALSCH WAR: "der CRS326 fuehrt keine Software-Queue". Die These stuetzte sich
auf zwei eigene Testfehler und ist widerlegt. ipv4-fast-path-active=no und
fasttrack-packets=0 belegen sogar, dass die CPU jedes Paket im Slow Path sieht --
die Hardware war nie die Grenze.

WAS RICHTIG IST (MikroTik-Doku, woertlich): "Interface HTB will not work correctly
when the out-interface is hardware offloaded and the bridge Fast Path is not
active." Das war die Ursache der wirkungslosen Queue auf parent=vlan100. Ueber
parent=global + mangle mark-packet funktioniert CAKE einwandfrei:
  6.040.563 Bytes gezaehlt
  cake-bandwidth=7000000 -> Durchsatz faellt 9,3 auf 7,78 Mbit
Sie zaehlt UND drosselt. Es scheitert nicht am Bau.

Die zweite "Gegenprobe" von heute Nacht war ebenfalls untauglich: Simple Queue auf
10.40.0.0/16 laeuft im Postrouting NACH src-nat, wo die Quelle laengst die WAN-IP
ist. Sie konnte nie matchen und bewies nichts.

DER BEFUND, DER TP6 BEENDET -- A/B, gleicher Client, Minuten auseinander:
  ohne CAKE                     42,4 ms
  CAKE 8,5 Mbit (88 %)          43,3 ms
  CAKE 7   Mbit (73 %)          44,0 ms
  CAKE 5   Mbit (52 %)          44,6 ms   (idle 12,9 ms)

Selbst bei halber Linerate keine Verbesserung -- und dort MUSS die Warteschlange im
Router liegen. Die ~30 ms entstehen stromabwaerts im Arris/DOCSIS-Uplink, wo
Request/Grant-Scheduling auf MAC-Layer sitzt und gar keine Queue ist. Das kann kein
Shaper im Router beheben. Die max-Werte steigen mit haerterer Drosselung
(53 -> 94 -> 148 ms): die eigene Queue waechst, die DOCSIS-Latenz bleibt.

EMPFEHLUNG: TP6 schliessen. Nicht mangels Nutzen, sondern weil das Werkzeug nicht an
die Ursache reicht -- ein staerkeres Ergebnis als das "marginal" von 2026-06-16.
Weder hw-offload opfern noch Chip-QoS ist noetig; der Global-HTB-Weg braucht beides
nicht. Es lohnt nur nicht.

Am Geraet steht weiterhin die wirkungslose Interface-Queue (qos-wan-up), in der SoT
und compliant, aber ohne Funktion -- markiert, gehoert beim Abschluss entfernt.
Alle Testaenderungen liefen als Transaktion, alle zurueckgebaut, 100/100 compliant.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-23 04:50:56 +02:00
..

Transaktionen — Teständerungen mit Ablaufdatum

Hier liegen die Akten offener und geschlossener Config-Transaktionen. Werkzeug: nautobot/gc-transaktion.py.

Wozu

Eine Änderung, die am Gerät steht, aber nicht in der SoT, ist Drift — und Drift sieht bisher immer gleich aus, egal ob er ein Versehen ist oder ein laufender Versuch. Wer testen wollte, hatte die Wahl zwischen „Compliance kaputt" und „gar nicht testen".

Eine Transaktion macht die Absicht sichtbar, ohne die Governance aufzuweichen: der Change geht weiterhin ausschließlich über Golden Config (gc-manual-plan.py), und die Compliance meldet den Drift weiterhin. Neu ist nur, dass status ihn zuordnen kann.

SQL hier
BEGIN Snapshot des Scope-Abschnitts + Akte mit Gerät, Scope, Grund und Ablaufdatum
uncommitted Change ist am Gerät wirksam und im Testumfeld sichtbar, aber nicht in der SoT
COMMIT Template/Config-Context nachziehen → Compliance grün → Akte schließen
ROLLBACK Rückbau-Vorschlag aus dem Snapshot, prüfen, deployen, Akte schließen

Drei Regeln, die das Werkzeug erzwingt

  1. --expires ist Pflicht. Eine offene Transaktion ohne Frist ist undokumentierter Drift mit besserem Gewissen. status markiert überfällige Akten.
  2. Der Scope ist eine ComplianceRule, kein Freibrief. Driftet etwas außerhalb des Scopes, meldet status das ausdrücklich als nicht abgedeckt.
  3. Eine offene Transaktion je Gerät — sonst ist beim Rollback nicht mehr entscheidbar, wohin zurück.

Zwei bewusste Grenzen

  • Der Rollback pusht nicht selbst. Er schreibt einen Vorschlag aus dem Snapshot; add-Zeilen aus einem /export legen neu an, statt zu ändern, und brauchen meist ein set [find …]. Ein Rückbau, den niemand gelesen hat, ist genau die Sorte Automatik, die hier schon zweimal teuer war.
  • Der Snapshot enthält nur den Scope-Abschnitt. Ein voller /export enthält Firewall, Adressen, Benutzerliste und Skriptquellen — nichts davon wird für den Rückbau gebraucht, und diese Akten liegen im Git. Für den Ernstfall gibt es das binäre /system backup auf dem Gerät (--device-backup).

Dateien je Transaktion

Datei Inhalt
<change-id>.json die Akte: Gerät, Scope, Grund, Fristen, Status
<change-id>.snapshot.rsc der Scope-Abschnitt vor der Änderung
<change-id>.commands.rsc was deployt wurde
<change-id>.rollback.rsc erst nach rollback — der Vorschlag zum Prüfen