Zwei Maengel aus dem Rundgang vom 22.8. behoben.
1. STOPP-KNOPF. Die Konsole nannte "⏹ Aufzeichnung stoppen", es gab ihn nicht.
Christoph drueckte "Call beendet" und den Not-Aus -- beide schreiben nur
Marken -- und die Messung lief weiter, waehrend der Core sein Telefon mit
5 Pings/s bearbeitete. Jetzt legt der Knopf stop.flag ab, und die
Warteschleife des Messskripts bricht darauf ab.
2. ZWEITES TELEFON. Der Beobachter las immer schon beide Geraete, hielt die
Zahlen aber nur im Speicher fuer die Anzeige. Da das S22 per Automatik
immer auf dem GEGEN-AP sitzt, fehlte damit ausgerechnet die Strecke, die
die Alltagsabdeckung zeigt -- der Terrassen-Vergleich war nicht zu fuehren.
Jetzt: zweiter Ping (walk-ping-iphone.csv) und beide-telefone.csv im
2-s-Takt mit iface + Signal je Geraet.
Beim Testen kamen zwei Fehler ans Licht, die den naechsten Lauf gekostet
haetten:
- `PINGER=$(ping_lauf ...)` blockiert. Die Kommandosubstitution wartet, bis die
stdout-Pipe schliesst, und der Hintergrundjob darin haelt sie offen. Das
Skript stand in dieser Zeile, der zweite Ping wurde nie gestartet -- und es
sah von aussen aus wie ein normal laufender Lauf. Die Funktion laeuft in der
aktuellen Shell, also liefert $! danach die richtige PID.
- `kill $SAMPLER` traf nur den Wrapper. Dessen Subshell samt SSH-Sitzung wurde
dabei verwaist und lief weiter: nach dem Stopp hielt der Core stumm eine
Sampler-Sitzung offen. Wer den Vater zuerst killt, verliert den Zugriff auf
die Kinder -- jetzt killbaum(), Kinder zuerst.
Mitgenommen von der Rotationsliste: tp6-monitor-core.sh und der Ping in
tp25-walk-messung.sh laufen jetzt ueber `sshpass -e` statt `-p`. Damit steht
das Router-Passwort in keiner Kommandozeile mehr. `pgrep -fl "sshpass -p"`
ist leer. Offen bleibt tp25-pin-s22.sh.
Abnahme: Lauf gestartet, beide Ziele gepingt (10.40.10.178 + .196), ein Klick
auf den Stopp-Knopf, danach kein Prozess und keine SSH-Sitzung mehr uebrig,
Pin geloest.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Die "~4 Sekunden je Wechsel" aus der Nachtmessung waren als Obergrenze markiert,
und die Vorsicht war berechtigt: 5 Pings/s auf das Telefon zeigen bei -48 bis
-55 dBm Uebergabekosten von 0 bis 2,6 s, meist unter einer halben Sekunde. Fast
Transition funktioniert. Der Zaehlerstand nach einer Neuanmeldung hatte die
Luecke vorgetaeuscht.
Der wahre Befund ist schlimmer und liegt woanders: bei -69 bis -77 dBm ist das
Telefon 6 bis 45 s nicht erreichbar, zweimal ueber 20 s am Stueck. Die Trennlinie
laeuft sauber entlang der Signalstaerke, nicht entlang der Wechsel -- es ist kein
Roaming-Problem, es ist ein Dead Spot.
Ehrlich dazu: ueber den ganzen Weg gingen 44 % der Pings verloren, und das ist
nicht alles Funk -- ein iPhone mit gesperrtem Display beantwortet ICMP verzoegert
oder gar nicht (RTT-Median 3,7 ms, Maximum 8,2 s). Power-Save haengt aber am
Display, nicht am Ort; dass alle langen Luecken in der schwachen Zone liegen und
alle kurzen in der starken, erklaert es nicht. Fuer eine exakte Zahl braucht es
ein waches Telefon.
tp6-monitor-core.sh bekommt eine Reconnect-Schleife: die SSH-Sitzung ist mitten
in der Messung weggebrochen und die Funkdaten endeten 2,5 Minuten vor dem
Ping-Mitschnitt -- ausgerechnet im interessanten Teil.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Durchlauf 1 ist gemessen (Ergebnis folgt separat im Runbook). Fuer den Durchlauf
mit laufendem Videocall brauchte es Werkzeug, das es noch nicht gab:
- tp6-monitor-core.sh haengt EINE persistente SSH-Sitzung an den Core und laesst
dort eine Console-Schleife laufen, die im 2-s-Takt CPU, WAN-Rate und die
Registration-Table-Werte eines WLAN-Clients als CSV ausgibt. Nur Lesezugriffe.
Unter CAPsMAN fuehrt der Manager die Tabelle, deshalb wird der Core abgefragt
und nicht ap1/ap2. Zwei RouterOS-Fallen sind im Code kommentiert: die Console
parst eine per SSH uebergebene Mehrzeilen-Eingabe zeilenweise, und in der
Einzeiler-Form braucht jeder do={}-Block ein abschliessendes Semikolon.
- tp6-marker/server.py ist die Konsole fuer die Person am Telefon: Phasenkarte
mit Klartext-Anweisung, Countdown, Fortschritt, Marker-Buttons und Not-Aus,
bedienbar vom iPad. Die Buttons sind server-seitig gerenderte Formulare und
die Anleitung aktualisiert sich notfalls per meta-refresh -- auf dem iPad ist
das JavaScript ausgefallen, uebrig blieb nur der eine statische Button.
- tp6-call-run.sh fuehrt Durchlauf 2 mit denselben Messparametern wie Durchlauf 1
(3 Flows x 430 KB/s, 24 Pings, 30 s Settle) und ergaenzt Ruhephasen davor und
danach, Phasenmarken, eine PID-Datei fuer den Not-Aus und einen Heartbeat.
Der Heartbeat ist kein Detail: ohne ihn geht der Start-Klick still ins Leere,
der Call laeuft ohne Last, und "keine Probleme" liest sich wie ein Ergebnis,
obwohl es eine Nicht-Messung ist -- genau so passiert, 5,5 Minuten lang.
- tp6-auswertung.py schneidet die Sampler-CSV an den Phasenmarken auf und meldet
neben min/avg/max auch die Ereignisse, die im Mittelwert untergehen: Roaming,
Re-Assoc und Verschwinden des Clients.
- tp6-bufferbloat-messung.sh schickt jetzt User-Agent und Referer mit. Ohne die
beantwortet speed.cloudflare.com /__down mit 403 und einem Byte: die Flows
sind sofort tot, die Ping-Reihe sieht sauber aus, und die Download-Seite gilt
faelschlich als bufferbloat-frei. Aufgefallen ist es nur, weil der Sampler am
Core 164 kbit statt 50 Mbit zeigte.
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