Die "~4 Sekunden je Wechsel" aus der Nachtmessung waren als Obergrenze markiert,
und die Vorsicht war berechtigt: 5 Pings/s auf das Telefon zeigen bei -48 bis
-55 dBm Uebergabekosten von 0 bis 2,6 s, meist unter einer halben Sekunde. Fast
Transition funktioniert. Der Zaehlerstand nach einer Neuanmeldung hatte die
Luecke vorgetaeuscht.
Der wahre Befund ist schlimmer und liegt woanders: bei -69 bis -77 dBm ist das
Telefon 6 bis 45 s nicht erreichbar, zweimal ueber 20 s am Stueck. Die Trennlinie
laeuft sauber entlang der Signalstaerke, nicht entlang der Wechsel -- es ist kein
Roaming-Problem, es ist ein Dead Spot.
Ehrlich dazu: ueber den ganzen Weg gingen 44 % der Pings verloren, und das ist
nicht alles Funk -- ein iPhone mit gesperrtem Display beantwortet ICMP verzoegert
oder gar nicht (RTT-Median 3,7 ms, Maximum 8,2 s). Power-Save haengt aber am
Display, nicht am Ort; dass alle langen Luecken in der schwachen Zone liegen und
alle kurzen in der starken, erklaert es nicht. Fuer eine exakte Zahl braucht es
ein waches Telefon.
tp6-monitor-core.sh bekommt eine Reconnect-Schleife: die SSH-Sitzung ist mitten
in der Messung weggebrochen und die Funkdaten endeten 2,5 Minuten vor dem
Ping-Mitschnitt -- ausgerechnet im interessanten Teil.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Durchlauf 1 ist gemessen (Ergebnis folgt separat im Runbook). Fuer den Durchlauf
mit laufendem Videocall brauchte es Werkzeug, das es noch nicht gab:
- tp6-monitor-core.sh haengt EINE persistente SSH-Sitzung an den Core und laesst
dort eine Console-Schleife laufen, die im 2-s-Takt CPU, WAN-Rate und die
Registration-Table-Werte eines WLAN-Clients als CSV ausgibt. Nur Lesezugriffe.
Unter CAPsMAN fuehrt der Manager die Tabelle, deshalb wird der Core abgefragt
und nicht ap1/ap2. Zwei RouterOS-Fallen sind im Code kommentiert: die Console
parst eine per SSH uebergebene Mehrzeilen-Eingabe zeilenweise, und in der
Einzeiler-Form braucht jeder do={}-Block ein abschliessendes Semikolon.
- tp6-marker/server.py ist die Konsole fuer die Person am Telefon: Phasenkarte
mit Klartext-Anweisung, Countdown, Fortschritt, Marker-Buttons und Not-Aus,
bedienbar vom iPad. Die Buttons sind server-seitig gerenderte Formulare und
die Anleitung aktualisiert sich notfalls per meta-refresh -- auf dem iPad ist
das JavaScript ausgefallen, uebrig blieb nur der eine statische Button.
- tp6-call-run.sh fuehrt Durchlauf 2 mit denselben Messparametern wie Durchlauf 1
(3 Flows x 430 KB/s, 24 Pings, 30 s Settle) und ergaenzt Ruhephasen davor und
danach, Phasenmarken, eine PID-Datei fuer den Not-Aus und einen Heartbeat.
Der Heartbeat ist kein Detail: ohne ihn geht der Start-Klick still ins Leere,
der Call laeuft ohne Last, und "keine Probleme" liest sich wie ein Ergebnis,
obwohl es eine Nicht-Messung ist -- genau so passiert, 5,5 Minuten lang.
- tp6-auswertung.py schneidet die Sampler-CSV an den Phasenmarken auf und meldet
neben min/avg/max auch die Ereignisse, die im Mittelwert untergehen: Roaming,
Re-Assoc und Verschwinden des Clients.
- tp6-bufferbloat-messung.sh schickt jetzt User-Agent und Referer mit. Ohne die
beantwortet speed.cloudflare.com /__down mit 403 und einem Byte: die Flows
sind sofort tot, die Ping-Reihe sieht sauber aus, und die Download-Seite gilt
faelschlich als bufferbloat-frei. Aufgefallen ist es nur, weil der Sampler am
Core 164 kbit statt 50 Mbit zeigte.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>