Call-Quality 🔍 Diagnose revidiert (Video/ISP-Strecke) + Handout

Anamnese mit Christoph kippt die frĂŒhere Roaming-These → Nebenfaktor.
Leitend: ratengebundenes Video ĂŒber Geli→Christoph (CGNAT/Auslands-
Peering, Gegenlicht/Dunkel→Bitrate→Congestion-Kollaps; Jitter/Burst).

- Richtung geklĂ€rt: Engpass = Gelis Senderichtung (Handy-Uplink → ISP).
- 2 Kontrollexp.: Christophs nat. Video gut; Geli Cable→Fiber, Problem bleibt.
- Anschluss-Fakten: Geli 2.5/1.3 Gbit, v4=CGNAT (100.64/10), v6=nativ /56;
  Christoph kein Client-v6 (ap1 v4-only).
- IPv6 = billigster Hebel (nur Gelis v6 nötig; Telegram kann v6);
  Caveat CGNAT-Box vs Transit-Rohr → Abend-Messung entscheidet.
  SIP/Self-host nur Notnagel, TP3/Roaming nur Nebenfaktor.
- Handout (teilbar mit Geli): Schlauch-Analogie, 4 Knicke einfach erklÀrt,
  Telegram-Datensparmodus iOS/Android, Test + Ergebnis-Deutung.

Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 <noreply@anthropic.com>
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# Call-Quality-Diagnose & Handoff — Christoph ↔ Geli Video-Calls
> **Zweck:** Self-contained Übergabe an eine separate Session. EnthĂ€lt Symptom, **was bereits
> ausgeschlossen ist (mit Messdaten + zwei natĂŒrlichen Kontrollexperimenten)**, die leitende
> Hypothese und den AusfĂŒhrungsplan.
> Stand: 2026-06-16 (**revidiert** nach Anamnese mit Christoph). UrsprĂŒnglich im Rahmen von „TP6"
> entstanden, das sich als **Nicht-QoS-Problem** entpuppt hat.
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## TL;DR
**Video-Calls zwischen Christoph und Geli** (Telegram u.a.) ruckeln/droppen, **andere Calls nicht**.
Die zuerst vermutete **WLAN-Roaming-These ist auf Nebenfaktor herabgestuft.** Zwei natĂŒrliche
Kontrollexperimente verschieben den Verdacht klar auf die **Geli-seitige ISP-Strecke**:
- Christophs **nationale** Videocalls (vor Geli) liefen sauber → seine lokale Seite ist *nicht* die Wurzel.
- Geli wechselte **Cable/DSL → Fiber** (jetzt FB 5530 Fiber) → Problem **bleibt** → ihre Last-Mile-Bandbreite ist *nicht* die Wurzel.
→ **Leitende Hypothese:** Hochbitratiges Echtzeit-Video ĂŒber die **AT↔Geli-Strecke** (kleiner Dorf-ISP
`on-isp.net` / AS202245 GeroldsgrĂŒn, **CGNAT**, vermutlich dĂŒnnes/abends ĂŒberlastetes Auslands-Peering)
kippt unter schwer komprimierbarem Bild (**Gegenlicht/Dunkel → Bitraten-Spike**) in Loss/Jitter und
lÀsst die **Congestion-Control kollabieren**. Roaming/Handover ist additiver Nebenfaktor.
---
## Symptom (vollstÀndig)
- Betroffen: **Christoph ↔ Geli**, **mehrere Messenger** (Telegram u.a.) → **nicht app-spezifisch**.
- **Geli-Calls = 99 % Video.** Christophs **nationale Videocalls vor Geli liefen problemlos** (gleicher
Upload, gleiches WLAN, gleiche Kamera). → starkes Kontrollexperiment fĂŒr „nicht Christophs Seite".
- **Asymmetrie (SchlĂŒssel):** Christoph ↔ andere = gut; Christoph ↔ Geli = schlecht. (Geli ↔ ihre
deutschen Freunde laut frĂŒherer Aussage ebenfalls gut.)
- **Licht-AbhĂ€ngigkeit (SchlĂŒssel):** GehĂ€uft bei **Dunkelheit**; **Gegenlicht bei Geli** (helles
Fenster, dunkler Rest) erzeugt sichtbare **Artefakte** auch tagsĂŒber. → zeigt auf **Video-Bitrate**
(Sensorrauschen/Kontrast schwer komprimierbar), nicht auf Bewegung.
- **Bewegung** verschlechtert zusÀtzlich; **still sitzen = etwas besser, aber weiter mies**.
- **Congestion-Signatur:** **Neuer Call = schlagartig besser, dann „nĂ€chster Abbruch vorprogrammiert"**;
**Kamera aus/ein hilft**, solange es „noch nicht zu arg" ist. → klassisch **bandbreiten-/ratengebunden**
mit kollabierendem Bitraten-SchÀtzer, **nicht** sauberer Pfad mit zufÀlligem Paketverlust.
- **Jitter-/Burst-Signatur (neu, SchlĂŒssel):** Stille **und/oder Standbild**, **verzerrter Ton („wie E-Gitarre")**,
danach **Turbo-Aufholen der letzten GesprĂ€chsfetzen**. → Pakete werden **nicht nur verloren, sondern in
einem Buffer verzögert und stoßweise nachgeliefert** (Jitter/Queuing/Bufferbloat auf der Strecke).
E-Gitarre = Packet-Loss-Concealment des Codecs; Turbo-Catch-up = verspÀtet im Pulk angekommene Pakete.
- **Richtung GEKLÄRT (neu):** **Christoph hört/sieht Geli deutlich schlechter; Geli hat es mit Christoph seltener.**
→ dominanter Engpass = **Geli→Christoph**, also **Gelis Senderichtung (Upload)**.
- **WLAN-Korrelat bei Geli (neu):** schlechter mit **Distanz zum AP** und an **schlecht ausgeleuchteten Ecken** —
konkret **draußen auf der Bank an der dicken Hausmauer** (weit/abgeschirmt + dunkel = WLAN-Uplink *und* Bitrate gestresst).
- **WLAN-Architektur ist NICHT das Problem (neu, wichtig gegen Fehlfix):** Coverage gut, **keine Nachbar-WLANs**,
TX 100 %, Dual-Band. Der Engpass ist **nicht Design/Abdeckung**, sondern **Timing auf dem Uplink**:
(a) **Halb-Duplex/Airtime-Contention** (nur einer funkt zugleich; fallweise durch andere aktive GerĂ€te, PS meist aus) → Jitter;
(b) **Retransmits** bei Distanz/Mauer/Bewegung → verspĂ€tet-im-Pulk = Jitter (Durchsatz sieht „ok" aus);
(c) **TX 100 % hilft nur Downstream** (AP→Handy) — der **Handy-Uplink** (Gelis ausgehendes Video) bleibt schwach,
v. a. hinter der dicken Mauer; (d) abgelesene **RSSI = Momentaufnahme**, verdeckt kurze **Spikes/EinbrĂŒche**.
- **„Seit Fiber generell schlechter" (Geli, subjektiv) — Confound (neu):** mit dem Fiber-Umbau zog der Router um.
Die **PlayStation** (per WLAN, **aber regulĂ€r ausgeschaltet** → kein laufender Call-Contention-Faktor) hat **beim
Gaming Aussetzer** → bleibt als **Indiz fĂŒr WLAN-Schwachstellen** an ihrem Standort, nicht als Dauer-Ursache.
„Fiber schlechter" = der **Umbau/Router-Standort**, nicht die Leitung.
- **GerĂ€te-unabhĂ€ngig (neu):** Geli Galaxy Note 10+ (test: A35), Christoph frĂŒher S22 → jetzt iPhone 16 Pro —
Problem ĂŒber alle Wechsel hinweg → **nicht gerĂ€tespezifisch**.
- **„Nie das Bandbreitenlimit gesehen" (Christoph) — Mess-Caveat (neu):** FB-Charts zeigen **gemittelte (Mean-)Werte**;
die tödlichen **Sub-Sekunden-Microbursts** (Video-Spikes, WLAN-Retransmits) tauchen darin **nie** auf →
**kein Freispruch** fĂŒr transiente SĂ€ttigung.
### Hardware-Timeline (beide Seiten, identische WLAN-Idee)
- **Christoph:** FB 6660 + 1 Repeater (OG, LAN-„Mesh") → **2× Cudy (2×2)**. ISP = Liwest (DOCSIS), Upload ~10 Mbit.
- **Geli:** FB 6660 + FRITZ-Repeater → Cudy → *(Glasfaser-Umstellung)* → **FB 5530 Fiber + Cudy**.
**APs = Cudy WR3600E** (Wi-Fi 6, Dual-Band 2.4+5 GHz), **TX 100 %**. ISP ĂŒber alle Epochen konstant =
**`on-isp.net` / AS202245 GeroldsgrĂŒn**.
- **Gelis Anschluss (FB-5530-Settings, 2026-06-16):** **2.5↓ / 1.3↑ Gbit** (Bandbreite endgĂŒltig kein Faktor).
**IPv4 = CGNAT bestĂ€tigt:** WAN-IP `100.72.62.31` ∈ **100.64.0.0/10** (RFC 6598), außen `94.154.138.11`.
**IPv6 = nativ öffentlich:** Prefix `2a0e:7a02:31c:3000::/56`, **kein CGNAT auf v6** (Prefix rotiert ~30 h → DDNS nötig).
DNS = Quad9 (`2620:fe::fe:11`) + ISP-EDNS0 (`37.60.7.2`).
- **Christophs Anschluss (Check 2026-06-16):** **kein Client-IPv6** (Mac mini ohne globale v6, `curl -6` scheitert) →
ap1/TP4 ist **v4-only** (kein DHCPv6-PD); Liwest-v6 am FB unbestÀtigt. **IPv6-Pfad blockiert auf Christophs Seite.**
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## Zwei natĂŒrliche Kontrollexperimente (das RĂŒckgrat der Diagnose)
1. **Christophs nationale Videocalls = gut.** Damit sind bei *gleichem* Upload / WLAN / Kamera/Low-Light
ausgeschlossen: sein Upload, sein Roaming, seine Kamera-Bitrate **als Alleinursache**.
2. **Geli Cable/DSL → Fiber, Problem bleibt.** Damit ist Gelis **Last-Mile-Bandbreite** als Wurzel raus.
Was auf ihrer Seite konstant blieb: **derselbe Mini-ISP + CGNAT + die internationale Strecke** und die Cudy-WLAN.
→ Schnittmenge beider Experimente = die **Geli-seitige ISP-/Peering-/CGNAT-Strecke** als gemeinsamer Nenner.
---
## Was bereits AUSGESCHLOSSEN / herabgestuft ist
Messungen vom **Mac mini (Kabel, en0, VLAN20/INFRA, GW 10.40.20.1)**, 2026-06-16, **tagsĂŒber im gesunden
Zustand** (deshalb sauber — der Mehrwert liegt im Mitschnitt **WÄHREND eines miesen Abend-Calls**).
| Hypothese | Befund | Urteil |
|---|---|---|
| Heim-Bufferbloat Christoph (Upload) | 3 Flows = 10.3 Mbit gesĂ€ttigt → idle 12 ms, Vollast avg 17 / max 26 ms = A/A+ | ❌ kein Problem |
| Generischer AT→DE-Pfad | heise.de: 20.7 ms / Jitter 1.6 ms / 0 % Loss (40) | ❌ Pfad (tagsĂŒber) top |
| Christoph → nĂ€chstes Telegram-DC | 149.154.167.50 (NL): 27 ms / Jitter 1.3 ms | ❌ Pfad (tagsĂŒber) top |
| CAKE / QoS | kein Bufferbloat-Spielraum | ❌ **nicht deployt** (wĂ€re marginal) |
| WARP / internat. Pfad | AT→DE tagsĂŒber bereits 20 ms | ❌ **nicht deployt** |
| S2S-VPN-Tunnel (BF-FB ↔ Geli-FB WG) | Messenger = Cloud-Relay, nicht im Tunnel | ❌ **nicht im Call-Pfad** |
| Christophs lokale Seite (Upload/WLAN/Kamera) | **nationale Videocalls = gut** (Kontrollexp. 1) | ❌ keine Alleinursache |
| Gelis Last-Mile-**Bandbreite** | **Cable/DSL→Fiber, Problem bleibt** (Kontrollexp. 2) | ❌ nicht die Wurzel |
| **WLAN-Roaming/Handover** (ehem. Lead) | Cudy half *etwas*; still sitzen *etwas* besser, aber weiter mies; Hauptkorrelat ist **Licht**, nicht Bewegung | ⚠ **Nebenfaktor**, nicht Wurzel |
| ~~Gelis CGNAT/Dorf-ISP durch Asymmetrie entlastet~~ | **VOID.** Gilt nur, wenn der Flaschenhals ihr *Access-Link* wĂ€re. Sitzt er im **internat. Peering**, laufen Gelis *innerdeutsche* Calls nicht drĂŒber → Asymmetrie bleibt erklĂ€rt | ⚠ **wieder im Spiel** |
| Telegram-App-Bug/Codec | mehrere Messenger betroffen | ❌ entlastet |
| ~~Christoph WLAN -76 dBm auf `install-10`~~ | `install-10` = Testnetz, nicht produktiv | ⚠ Fehlmessung, ignorieren |
---
## Leitende Hypothese: ratengebundenes Video ĂŒber die Geli-Strecke
**Mechanik:** Echtzeit-Video-Congestion-Control (WebRTC/Telegram-artig) sucht die maximale Bitrate.
Schwer komprimierbares Bild (Gegenlicht/Dunkel → Sensorrauschen + Kontrast) treibt die **geforderte
Bitrate hoch**. Trifft das auf einen **engen/variablen Punkt der Geli-Strecke** (CGNAT-Session-Limit,
abends ĂŒberlastetes Auslands-Peering eines Mini-AS), entstehen **Loss/Jitter**; der Bitraten-SchĂ€tzer
kollabiert und erholt sich nicht → genau das beobachtete „neuer Call kurz gut, dann Abbruch".
**Warum das alle Beobachtungen erklÀrt:**
| Beobachtung | ErklÀrung |
|---|---|
| Gegenlicht/Dunkel → Artefakte (auch tagsĂŒber) | hohe Entropie → Bitraten-Spike → ĂŒber den Engpass |
| „dunkel" gehĂ€uft | Sensorrauschen **+** Abend-Peak-Last (dieselbe Richtung) |
| neuer Call kurz gut, dann Abbruch | Congestion-Control rampt in die Ratenwand, kollabiert, Reset hilft kurz |
| Kamera aus/ein hilft | senkt Bitrate → entlastet Engpass = bandbreitengebunden |
| nur mit Geli | nur dieser Pfad hat Mini-ISP + CGNAT + Auslands-Strecke; nationale Calls nicht |
| Roaming nur Nebenfaktor | „still = etwas besser, aber mies"; „Cudy half *etwas*" |
**Lokalisierung GEKLÄRT:** Christoph leidet stĂ€rker (hört/sieht Geli schlechter), Geli seltener →
Engpass sitzt dominant auf **Geli→Christoph = Gelis Senderichtung**. Innerhalb dieser Richtung ist die
Kette: **(1) Gelis WLAN-Uplink** (schwach an dicker Hausmauer/Distanz; Airtime nur fallweise, PS meist aus)
→ **(2) hohe Video-Bitrate** (Gegenlicht/Dunkel) → **(3) CGNAT/Auslands-Peering**
(abends). Die **Jitter-/Burst-Signatur** (verzögert-dann-stoßweise) zeigt: es ist primĂ€r **Queuing/Bufferbloat
auf dieser Senderichtung**, nicht reiner Random-Loss.
---
## AusfĂŒhrungsplan (fĂŒr die separate Session)
**Reihenfolge: erst beweisen, dann fixen.** Constraint: **passiv messen** wÀhrend echter Calls
(„cave: verĂ€ndert den Datenstrom"); **kein iperf/SĂ€ttigen** wĂ€hrend eines laufenden Calls.
1. **Billige Sofort-Tests (heute Abend, ~0 €):**
- **Bitrate/Auflösung im Messenger deckeln** (z. B. Telegram-Datensparmodus) → wird's spĂŒrbar stabiler? = Mechanismus bestĂ€tigt.
- **Gelis Gegenlicht eliminieren** (Lampe von vorn, nicht Fenster im RĂŒcken) → Artefakte weg/weniger?
- **Richtungstest:** beide notieren, wer wessen Aussetzer sieht (s. Lokalisierung oben).
2. **Messen — was lokalisiert wirklich? (wichtig: Sniffer-Grenze)**
- **Ein Call-Sniffer NUR auf Christophs Seite lokalisiert NICHT.** Was bei dir ankommt, hat Funk + ISP +
Transit bereits vermischt → zeigt nur das **Symptom** (eingehender Stream ruckelt/verliert, mit
Zeitstempel + Relay-IP), nicht **wo**. Verbleibende Unsicherheit = **Gelis Funk-Uplink vs. Gelis
ISP-Pfad** (≠ Fix!). DafĂŒr braucht es einen Messpunkt **auf Gelis Seite**.
- **Remote machbar & aussagekrĂ€ftig:** MTR/Ping-Log **Mac mini → Geli-FB `94.154.138.11`**, **abends
unter echter Call-Last vs. Tageswert** (22.2 ms / 0.88 ms / 0 % Loss). Degradiert der Pfad abends →
**ISP/Peering** schuld. Bleibt er sauber, Call trotzdem mies → Engpass liegt **in Gelis Funk/Relay**,
nicht im Transit. (Misst nur bis zur CGNAT-Grenze, nicht in ihr LAN.)
- **Auf Gelis Seite ohne Infra, nur per Handy:** **Bufferbloat-Test** (z. B. waveform.com/tools/bufferbloat)
auf **Gelis Handy abends** → zeigt direkt, ob **ihr Uplink unter Last aufblĂ€ht** (Latenz steigt) =
Anschluss/Funk. Einmalig, kein Setup.
- **A/B-Verhaltenstest (Handout) schlÀgt passives Sniffen:** Àndert kontrolliert **eine** Variable
(nah am AP / gutes Licht / Audio-only / tags vs. abends) → lokalisiert besser, weil es Ursache *isoliert*.
- **Roaming nur sekundĂ€r:** Cudy-Stationen (RSSI/TX-RX/Retries/Assoc-Events) bei bewegtem Call —
Cudy ≠ MikroTik → kein MikroMCP; Cudy SSH+`iw station dump` rein lesend, falls möglich.
3. **Fix-Pfade (nach Lokalisierung) — Geli-Tal: nur dieser ISP oder schlechter Mobilfunk:**
- **(sofort, ISP-unabhĂ€ngig)** Bitrate-Deckel (Telegram „weniger Daten") + **Ausleuchtung/kein Gegenlicht**
+ **Position nah am AP** + Calls eher **tagsĂŒber** (Peak meiden) + **Audio-only** bei Bewegung.
- **(WLAN)** ZusĂ€tzlicher AP/nĂ€here Funkstation an Gelis ĂŒblichem Call-Platz → stĂ€rkerer **Uplink** dort;
Band/Position so, dass das Handy nicht am fernen AP „klebt". TP3/CAPsMAN-802.11r adressiert den Roaming-Nebenfaktor.
- **(App/Codec)** **A/B mit anderem Dienst** (WhatsApp/Signal) abends — andere Congestion-Control kann auf
schlechtem Link robuster sein. Billiger Test, evtl. echter Gewinn. (FaceTime fÀllt aus: Geli = Android.)
- **(IPv6 — billigster Hebel, braucht NUR Gelis v6):** **Korrektur:** Telegram **unterstĂŒtzt IPv6** (DCs dual-stack,
frĂŒher expliziter „Use IPv6"-Schalter); frĂŒhere Annahme „kann kein v6" war falsch. Die **schlechte Richtung
ist Geli→Christoph** (ihr Upload), erster Sprung = **Gelis Handy → Telegram-Reflector**. Geht *dieser* Leg ĂŒber
v6, ist **Gelis CGNAT auf genau der kaputten Richtung umgangen** — das braucht **nur Gelis v6 (vorhanden),
NICHT Christophs**. Da ihre FB das LAN bereits mit v6 versorgt, **lÀuft das evtl. schon / ist 1 Schalter entfernt.**
**Verify (kein Ausbau):** auf Gelis Handy `test-ipv6.com` (Score) + Telegram-Daten-Einstellungen auf v6-Option prĂŒfen.
**Offen/zu verifizieren:** ob aktuelle Clients den **VoIP-Reflector** ĂŒber v6 ansprechen (Messaging-zu-DC = ja, Call-Reflector = wahrscheinlich).
**Caveat:** v6 umgeht nur die **CGNAT-Box**, NICHT das **Transit-Rohr** — bei Abend-Peering-Stau hilft v6 nicht.
- **(ISP-Intervention, falls Transit/Peering der Stau ist):** kleiner Lokal-ISP = eher erreichbar; Abend-Congestion
+ Peering nach AT schildern. CGNAT-Opt-out/öffentliche v4 nur nötig, falls v6-Weg nicht tragfÀhig.
- **(strukturell, TP10 — NUR Notnagel, kein Default):** eigener Medienpfad (WG-ĂŒber-v6 FB↔ap1, dann self-hosted
Jitsi/SIP) **erst erwĂ€gen, wenn die Messung „Transit-Rohr" sagt** — also wenn auch v6 staut und der ISP nicht
hilft. FĂŒr den CGNAT-Fall **nicht nötig** (Gelis vorhandenes v6 reicht). BrĂ€uchte dann Christoph-v6 (ap1 IPv6-PD) + DDNS fĂŒr Gelis rotierendes /56.
---
## Benötigte Infos / ZugÀnge (von Christoph)
- **Richtung der Artefakte** (wer sieht wessen Aussetzer) — der wichtigste offene Fakt.
- **Cudy-Modell** + Zugangsweg (SSH/Web-UI/App, Creds) — fĂŒr den sekundĂ€ren Roaming-Check, beide Seiten.
- **Anruf-GerĂ€t** (Handy/Modell) — Client-seitige Korrelation, Kamera/Codec-Verhalten bei Low-Light.
- Gelis **Fiber-Tarif** (Up/Down) + BestÀtigung **weiterhin CGNAT** (`on-isp.net`).
## Constraints / Caveats
- **Passiv only** wÀhrend echter Calls.
- **MikroMCP** verwaltet die **Cudys nicht**.
- **ap1 ist unverĂ€ndert** — keine QoS-/Firewall-/Queue-Änderung appliziert (Details unten).
- Tagesmessungen waren sauber, **weil im gesunden Zustand** — nicht als Entlastung des Abend-Pfads werten.
## Zustand ap1 (zur Sicherheit dokumentiert — NICHTS wurde geĂ€ndert)
- Keine Queues, kein CAKE. **Fasttrack `*8` weiter aktiv.** Keine neuen Mangle-Regeln.
- WAN-Egress aktuell = `bridge` → FB (10.40.41.254); masquerade `out-interface=bridge` (TP4).
- ether1-Direkt-WAN bleibt vorkonfiguriert/down (gated auf TP10).
## Querverweise
- **TP10** (VPN/CGNAT) — jetzt **aufgewertet**: Gelis FB `94.154.138.11:52727` (Fiber, CGNAT), AS202245
GeroldsgrĂŒn; Hub-Spoke auf ap1 (Geli wĂ€hlt ausgehend ein, PersistentKeepalive ~25 s). Memory:
`project_ap_vpn_bridge_blocker.md`.
- **TP3** (WLAN/CAPsMAN, 802.11r/k/v) — Fix fĂŒr den **Roaming-Nebenfaktor**, nicht die Wurzel.
- `docs/research/routeros-capabilities.md` — Fast-Roaming-Konzept.
## Messdaten-Anhang (Rohwerte 2026-06-16, Tageslicht/gesund)
- Upload-SĂ€ttigung Christoph: 3 Flows × ~430 KB/s = 1.28 MB/s = **10.3 Mbit** (sustained).
- Bufferbloat Christoph: idle 12 ms; Vollast avg 17.5 / max 26 ms (24 Pings).
- AT→heise.de: min 19.3 / avg 20.7 / max 27.6 / stddev 1.6 ms, 0 % Loss (40).
- AT→Telegram 149.154.167.50: avg 26.9 ms / stddev 1.3 ms (29/30); 91.108.56.130 = 173 ms (fernes DC, irrelevant).
- BF→Geli-FB 94.154.138.11: avg 22.2 / stddev 0.88 ms, 0 % Loss (30); rDNS `nat-3.aigbng02.bng.on-isp.net` = CGNAT.
⚠ **Tageswert** — Referenz fĂŒr den Abend-Vergleich, kein Freispruch.
- Testnetz-Client (VOID): `install-10`, 5 GHz, WPA3-PSK, -76 dBm — nicht das produktive Netz.

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@@ -0,0 +1,131 @@
# Videocall Christoph ↔ Geli — warum es hakt & was wir testen
## In einem Satz
Es ist **nicht ein** Fehler, sondern **mehrere kleine EngpĂ€sse, die sich stapeln** — und ein
Live-Videocall verzeiht das nicht.
## Das Bild: ein Gartenschlauch mit Knicken 🚿
- **Ein** Knick im Schlauch → lĂ€uft noch.
- **Mehrere** Knicke gleichzeitig **und** du drehst den Hahn voll auf (HD-Video) → es spuckt und stottert.
- Kein einzelner Knick ist „die" Ursache. Die **Verkettung** ist es.
## Warum ein Call so empfindlich ist (die 1/5-Sekunde-Regel)
Netflix puffert 20 Sekunden vor, ein Download darf langsam sein. Ein **GesprÀch** muss **jedes HÀppchen
in ~1/5 Sekunde** da sein — zu spĂ€t = wertlos. Darum gibt es keine sanfte Verschlechterung, sondern eine
**Klippe**: genug Luft = perfekt, eine Winzigkeit drĂŒber = Einbruch (Standbild, Roboterstimme, Turbo-Aufholen).
**Und der Versatz, den ihr schon hattet (Bild/Ton >1 Sekunde auseinander):** Wenn Pakete verspÀtet und
stoßweise ankommen, versucht die Gegenseite zu **warten und zu sammeln** (ein „Puffer"). Je mehr Stress,
desto **grĂ¶ĂŸer wĂ€chst dieser Puffer** — bis Bild und Ton **um eine Sekunde oder mehr** auseinanderdriften.
Der Versatz ist das sichtbare Zeichen, dass der Puffer verzweifelt gegen das Ruckeln ankÀmpft.
---
## Die einzelnen Knicke — einfach erklĂ€rt
### 1. Dunkles / Gegenlicht-Bild frisst MEHR Daten (klingt verrĂŒckt, ist aber so)
Ein Video wird nicht als ganze Fotos verschickt. Das Handy **beschreibt** das Bild und schickt vor allem,
**was sich Ă€ndert**. Ein helles, ruhiges Bild ist leicht zu beschreiben → **wenig** Daten.
Im Dunkeln sieht die Kamera schlecht und **verstĂ€rkt** das Signal — dabei entsteht **Bildrauschen** (das
körnige Geflimmer). Rauschen sieht **zufÀllig** aus und **Àndert sich stÀndig**, auch wenn sich im Raum
nichts bewegt. ZufĂ€llig + stĂ€ndig anders = lĂ€sst sich **nicht kurz beschreiben** → das Handy muss **viel
mehr** Daten senden. **Gegenlicht** macht's schlimmer: das helle Fenster zwingt die Kamera, den Rest
abzudunkeln → dunkler Matsch voller Rauschen neben einem grellen Fleck.
Paradox: **Je mieser das Bild aussieht, desto mehr Daten will es senden** — und reißt die Leitung genau im
falschen Moment voll auf. Schafft die Leitung das nicht, gibt das Handy Details auf → die **klobigen
Klötzchen** (Artefakte).
### 2. Gelis Internet: Fiber ist breit — aber nur bis zur HaustĂŒr
Gelis Fiber kann auf dem letzten StĂŒck **sehr schnell** sein (bis zu 1 Gbit möglich) — wie eine **breite
Einfahrt**. Das Problem liegt **hinter** der Einfahrt:
- Ihr **kleiner, lokaler Anbieter** muss den Verkehr aller Kunden auf die großen Autobahnen bringen — vor
allem **ĂŒber die Grenze nach Österreich**. Dorthin hat ein kleiner Anbieter eine **schmalere Auffahrt**,
die sich alle teilen. **Abends = Stoßzeit = Stau.**
- Dazu **CGNAT** (einfach): Statt Geli eine **eigene Adresse** im Internet zu geben, steckt der Anbieter
**viele Kunden hinter eine einzige geteilte Adresse** — wie ein Wohnhaus mit **einem gemeinsamen
Briefkasten**, an dem ein Portier alles sortiert. Jeder Datenschnipsel muss durch diese **eine gut
besuchte Kreuzung** (mehr Verzögerung, kann unter Last verstopfen). Und ein **direkter Draht** zwischen
Geli und Christoph ist so kaum möglich → der Verkehr macht einen **Umweg ĂŒber die Vermittlungs-Server**
des Messengers.
Kurz: Die breite Einfahrt hilft nichts, wenn die **gemeinsame Dorfstraße + die Grenze + die geteilte
Kreuzung** die engen, vollen Stellen sind.
### 3. WLAN: viel Bandbreite heißt nicht „immer pĂŒnktlich"
Gelis WLAN ist eigentlich **gut aufgestellt**: ordentliche GerÀte (Cudy WR3600E), **volle Sendeleistung**,
2,4 **und** 5 GHz, gute Abdeckung, praktisch **keine störenden Nachbar-WLANs**. Trotzdem kann es einen Call
ĂŒberfordern — und das hat **nichts mit der Menge** an Bandbreite zu tun, sondern mit **PĂŒnktlichkeit**:
- **WLAN ist eine Funk-Sprechstunde, bei der immer nur einer reden darf.** Sind weitere GerÀte aktiv
(TV-Stream, Tablet, Hintergrund-Download), mĂŒssen sich alle **abwechseln** → kurze Wartezeiten zerhacken
den Call-Takt (**Ruckeln**).
- **Funk verliert stĂ€ndig kleine StĂŒcke und schickt sie nochmal.** Bei Distanz, dicker Mauer oder Bewegung
passiert das oft → die Daten kommen zwar an, aber **zu spĂ€t und im Pulk** = Ruckeln. Die „Bandbreite"
sieht in der Statistik trotzdem okay aus — der **Takt** ist kaputt, nicht die Menge.
- **Wichtig, oft ĂŒbersehen:** Die volle Sendeleistung am Router hilft nur **in eine Richtung** (Router →
Handy, also wie gut Geli **empfÀngt**). Das **Handy selbst sendet leise** (kleiner Akku, lÀsst sich nicht
aufdrehen). FĂŒr den Call zĂ€hlt vor allem **Gelis Handy-Uplink** — ihr **ausgehendes** Video, genau die
schlechte Richtung! Der laute Router macht das **leise ZurĂŒckrufen des Handys nicht lauter**. An der
**dicken Hausmauer draußen** ist genau dieser RĂŒckweg am schwĂ€chsten.
- **5 GHz vs. 2,4 GHz:** 5 GHz ist schnell, kommt aber **schlecht durch WĂ€nde**; 2,4 GHz kommt weiter, ist
aber langsamer. Draußen an der Mauer landet das Handy auf einem **schwachen** Funkweg — egal welches Band.
- **Zur SignalstÀrke am Router:** Was man da abliest, ist eine **Momentaufnahme**. Die Probleme sind kurze
**EinbrĂŒche/Spikes** (sie dreht sich weg, der Körper blockt, kurzer Schwund). „-55 dBm sieht gut aus"
schließt **kurze StĂŒrze auf -80** nicht aus — und genau die lassen den Call **kurz stocken**.
### 4. Roaming — nicht nur beim Handy im Ausland
Geli kennt „Roaming" vom **Mobilfunk** (im Ausland ins fremde Netz). Im **WLAN** heißt Roaming etwas
anderes: Es gibt **mehrere Funkstationen** (Access-Points) im Haus, und das Handy **wechselt** beim
Herumgehen von einer zur nĂ€chsten. Dieser Wechsel ist **kein nahtloses Gleiten** — das Handy muss sich am
neuen Punkt **kurz neu anmelden**. Das dauert nur Sekundenbruchteile, aber **genau in dieser LĂŒcke** fehlt
dem Call ein StĂŒck → Aussetzer beim Aufstehen/Gehen.
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## „QualitĂ€t runter" — warum das hilft und was die Tests verraten
Je höher Auflösung/Bildrate und je schwieriger das Bild (dunkel/Gegenlicht/Bewegung), desto **mehr
Datenrate** braucht das Video. Senkt man die QualitÀt (oder schaltet die Kamera aus), sinkt die geforderte
Datenrate → es passt wieder leichter durch die **engste Stelle**. Genau deshalb ist das ein **Diagnose-Werkzeug**.
### Telegram „weniger Daten fĂŒr Anrufe" einschalten
Dieser Schalter weist Telegram an, fĂŒr Anrufe **sparsamer** zu funken.
**iPhone (iOS):**
1. Telegram öffnen → unten rechts **Einstellungen**.
2. **Daten & Speicher**.
3. Bereich **Anrufe** → **„Weniger Daten fĂŒr Anrufe"** → **„Immer"**.
**Android (Galaxy):**
1. Telegram öffnen → oben links **☰-MenĂŒ** → **Einstellungen**.
2. **Daten & Speicher**.
3. Bereich **Anrufe** → **„Weniger Daten fĂŒr Anrufe"** → **„Immer"**.
> Hinweis: Den **grĂ¶ĂŸten** manuellen Effekt bringen **Licht**, **Position** und notfalls **Kamera aus** —
> die genaue VideoqualitÀt regelt Telegram sonst automatisch.
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## Was wir jetzt testen — 5 Minuten, kostet nichts
**Geli:**
1. **Weg vom Gegenlicht:** Licht von **vorne** ins Gesicht, **nicht** das Fenster im RĂŒcken.
2. **Nah am AP bleiben:** im selben Raum wie der Cudy testen, **nicht** draußen an der Außenmauer/Bank.
3. **„Weniger Daten fĂŒr Anrufe" = Immer** (siehe oben).
**Christoph:**
1. Beim nĂ€chsten miesen Call **Kamera kurz aus** → wird der **Ton** sofort sauber?
2. Merken: **Uhrzeit**, **hell/dunkel**, **drinnen/draußen**, **in Bewegung?**
**Beide ansagen:** Wer sieht/hört wen schlechter? (Erwartung: **Christoph hört/sieht Geli** schlechter)
### Was bedeutet welches Ergebnis?
- **Kamera aus → Ton sofort sauber:** Engpass ist die **Video-Datenrate/der Weg**, nicht der Ton selbst.
- **Besseres Licht hilft spĂŒrbar:** das **dunkle/Gegenlicht-Bild** (Knick 1) ist ein großer Faktor.
- **NĂ€her zum AP hilft spĂŒrbar:** **Gelis WLAN-Uplink** (Knick 3) ist ein großer Faktor.
- **„Weniger Daten" hilft:** es ist **bandbreiten-/datenraten-gebunden** (wir fĂŒttern zu viel in zu wenig).
- **TagsĂŒber klar besser als abends:** der **Provider-Weg/Stau** (Knick 2) schlĂ€gt durch — das ist der Teil,
den wir lokal **nicht** kontrollieren.
- **Selbst nah am AP, gutes Licht, tagsĂŒber, nur Audio noch mies:** dann zeigt der Finger auf den
**ISP/CGNAT-Weg** → dort mĂŒssen wir ansetzen (Anbieter-Anfrage / direkter Weg), nicht am WLAN.