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bf-infra/docs/handoff-20260825-agh-dns-cutover.md

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Raw Blame History

Übergabe — nächste Session: AdGuard als Resolver + Split-Horizon (TP23 Stufe 2 ∥ TP31 Schritt 4)

Einstieg: diese Datei, dann teilprojekte.md → TP31 und TP32. Zustand am Netz: stabil. Caddy läuft produktiv und ist abgenommen, keine Config-Transaktion offen.

🔄 Zweite Fassung (2026-08-25, spät). Die erste entstand vor der Caddy-Abnahme und enthielt drei Annahmen, die live nicht halten — sie stehen unten unter „Was den Plan ändert". Wer die alte Fassung im Kopf hat: Punkt 2 des Auftrags („Konfiguration übernehmen") ist so falsch.

Warum eine eigene Session

Der Schritt verschiebt die DNS-Auflösung des ganzen Standorts vom Core in einen Container. Heute liefert der DHCP in allen sieben VLANs dns-server = <VLAN>.1 (live geprüft) — AdGuard bekommt niemand. Ein Fehler trifft sofort jedes Gerät und ist schlecht zu diagnostizieren, wenn die Auflösung selbst das Kaputte ist. Nicht ans Ende einer langen Sitzung legen (Lehre aus TP28).

Ausgangslage (Stand 2026-08-25 23:30, live geprüft)

  • ✅ Caddy produktiv und abgenommen: LXC 130 caddy-bf1, 10.40.20.40, onboot=1, startup order=10, im Backup-Job. Caddy v2.11.4, 16 Sites. Abnahme über den Host-Header von einem zweiten Host: 11× 200, nautobot 302, 0,02–0,11 s. Config im Repo caddy/Caddyfile, Ausrollen mit caddy/deploy.sh.
    • ℹ️ pve-mcp 400 / ha-mcp 403 / gitea-mcp 404 sind keine Proxy-Fehler — dieselben Codes kommen direkt vom Origin. Nicht als Baustelle behandeln.
    • 🧹 Der Zertifikatsspeicher hält 17 Zertifikate bei 16 Sites: grafana ist verwaist (harmlos).
  • ✅ hass liefert 200 (gelöst 2026-08-26). Ursache war nicht der fehlende YAML-Eintrag: HA hat die http-Config nach .storage/http migriert, der http:-Block in configuration.yaml ist seither wirkungslos. 10.40.20.40 ist über den WS-Zweischritt http/config/configure → http/config/promote in die Trusted-Liste gekommen und als stable bestätigt. Details in TP31. ⇒ Damit ist die CNAME-Umstellung von hass nicht mehr blockiert.
  • ✅ Aufgeräumt (TP31 Schritt 1): LXC 120/121/128/129/130(alt)/131 und 104 zerstört, 72/72 PBS-Snapshots weg — ct/104 ebenfalls auf 0, und am selben Abend die vier gestoppten Gäste 103 minarca, 109 node-red, 115 hms-mqtt-publisher, 201 openproject samt ihren 28 Snapshots (User-Entscheid 2026-08-25). 🎯 Ergebnis: auf pve läuft jetzt jeder existierende Gast — 11 LXC + 2 VMs, kein einziger stopped. Der PBS-Datastore enthält nur noch aktuelle Gäste. ⚠️ Reihenfolge dabei ist kein Detail: die Snapshot-Liste vor dem pct destroy einsammeln. pvesm list --vmid <id> liefert danach 0, obwohl die Backups noch liegen — der Filter braucht die Gast-Config. Gegenprobe deshalb direkt am Datastore (/nodes/pve/storage/pbs/content).
  • ✅ Startreihenfolge auf pve repariert (TP32): HA startet nach MariaDB, Docker, MQTT, z2m25.

🔴 Was den Plan ändert — drei Funde vom 2026-08-25 (spät), alle live erhoben

1. Die Rewrites sind veraltet, nicht wertlos — Ziele umbiegen statt löschen

🔴 Korrektur (User, 2026-08-26): „manche hosts leben auf vlan 20 weiter" — die erste Fassung hat die 10.40.41.x-Einträge pauschal als tot bezeichnet. Falsch ist das Ziel, nicht der Name: nas, macmini, appletv, tv, mfc gibt es weiter, sie sind nur umgezogen (NAS 10.40.20.10, macmini 10.40.20.167, Brother MFC 10.40.10.6 — der steht auf VLAN10). ⇒ Jeder Name einzeln bewerten: umbiegen, wenn der Host lebt; streichen, wenn nicht. adguard_bf1 (10.40.20.16, Docker in LXC 400) läuft seit 7 Tagen und hält 24 Rewrites — davon ist der überwiegende Teil tot:

Klasse Anzahl Beispiel Was damit zu tun ist
Ziel im toten VLAN1, Host lebt 8 nas.bf…→10.40.41.10, mfc.bf…→10.40.41.4, macmini.bf…→10.40.41.167 umbiegen auf die VLAN20/VLAN10-Adresse
Ziel nginx-bf.emsenhuber.net 9 portainer, z2m25, nodered, grafana, vw, speedtest, … Ziel ersetzen durch 10.40.20.40 — Caddy tritt an die Stelle des NPM (LXC 128 ist zerstört)
FritzBox-Reste 2 *.myfritz.net → 100.72.62.31 / 10.40.41.254 streichen (FB6660 seit 2026-07-01 ausgebaut)
FM-Standort 3 nas.fm…→10.101.0.10 dort gepflegt, s. Fund 2

⇒ Übernehmen: upstream_dns, bootstrap_dns, Filterlisten. Die 16 Service-Rewrites entstehen neu aus caddy/Caddyfile (jeder Site-Name → 10.40.20.40). Die Host-Rewrites oben werden einzeln entschieden — nicht blind mitschleppen, aber auch nicht pauschal wegwerfen.

Was dort richtig steht und mitmuss:

upstream_dns:
  - https://px35ynlol3.cloudflare-gateway.com/dns-query
  - '[/bf.lan/]10.40.20.1'
  - '[/40.10.in-addr.arpa/]10.40.20.1'

⚠️ Cave (User, 2026-08-26): emsenhuber.net ist unsere Domain, nicht bf.lan. bf.lan ist nur der DHCP-interne Suffix, den der Core heute vergibt (domain=bf.lan + add-dns-entries-suffix=lan) — er hat keine Namensautorität. Offene Entscheidung für diese Session: so lassen oder auf bf.emsenhuber.net heben (dann zieht der conditional upstream mit und die Lease-Namen liegen unter der echten Domain). Nicht nebenbei umstellen — es betrifft jeden Lease-Namen.

🔑 Der conditional upstream ist nicht optional: der Core vergibt domain=bf.lan und legt aus jeder Lease einen *.lan-Eintrag an (add-dns-entries-suffix=lan). Ohne diesen conditional upstream sterben alle Lease-Namen. Ebenso bleibt mDNS Sache des Core (mdns-repeat-ifaces = vlan10/20/30/40/90).

2. Die Redundanz gibt es — wechselseitig standortübergreifend (und sie ist überall stale)

🔴 Korrektur (User, 2026-08-26): „die redundanz gab es schon! und zwar wechselseitig standortübergreifend. bei fm klarerweise auf ds415+ gehostet."

Live gegengeprüft (2026-08-26, nslookup über den WG-Tunnel):

Instanz wo antwortet auf 53 nas.bf.emsenhuber.net →
adguard_bf1 BF, Docker in LXC 400 (10.40.20.16) ✅ BF-Rewrite, VLAN1-Ziel
adguard_fm2 BF (10.40.20.17), für FM ✅ —
FM-Resolver 1 FM, DS415+ (10.101.0.16) ✅ 10.40.41.10
FM-Resolver 2 FM, DS415+ (10.101.0.17) ✅ 10.40.41.10

⇒ Das Muster ist reziprok: jeder Standort hostet auch eine Instanz des anderen, spiegelbildlich auf .16/.17. (10.101.0.10 — die FM-NAS selbst — antwortet nicht auf 53.)

🔑 Die Konsequenz ist größer als „ein Paar bauen": die BF-Namen liegen in vier Resolvern an zwei Standorten, und beide FM-Instanzen antworten heute mit der toten VLAN1-Adresse. Ein Rewrite-Satz, den nur das neue BF-Paar kennt, erzeugt standortabhängig verschiedene Antworten für denselben Namen. Zum Auftrag gehört deshalb eine Festlegung:

  • entweder den Rewrite-Satz als eine Quelle definieren und auf alle Instanzen ausrollen,
  • oder — wartungsärmer und konsistent mit der SoT-Antwort für CF/Caddy (s. TP31) — festlegen, dass FM die BF-Namen nicht mehr selbst beantwortet, sondern per conditional upstream nach BF fragt.
  • ⚠️ Nicht in dieser Session mitfixen, aber notieren: FM zeigt auf tote Ziele. Das braucht ein eigenes Fenster und den DS415+-Zugang.

3. Die Firewall-Vorratsregeln zeigen auf die falsche IP

TP5 Etappe 2 hat vorgesorgt, aber hart auf den heutigen Container:

TP5-E2: LAN->AGH dns      accept udp dst-address=10.40.20.16 dst-port=53
TP5-E2: LAN->AGH dns-tcp  accept tcp dst-address=10.40.20.16 dst-port=53

🔴 Das ist der Punkt, an dem dieser Cutover sonst scheitert: heute fragt jeder Client seinen eigenen Gateway (input-Kette, keine Regel nötig). Nach dem DHCP-Flip wird DNS zu einem forward-Fluss über VLAN-Grenzen — und die Firewall ist seit 2026-08-18 deny-by-default. Ohne passende Regeln verlieren IOT, MEDIA, UNTRUSTED, GUEST und MGMT schlagartig die Auflösung, während VLAN20 (wo der Resolver steht) unauffällig weiterläuft. ✅ Entscheid (User, 2026-08-26): die Vorratsregel auf 10.40.20.16 wird GESTRICHEN — „.16 war historisch, passt aber nicht mehr ins System." Also nicht erweitern, sondern ersetzen: die zwei alten Zeilen raus, zwei neue auf das Paar 10.40.20.36/.37 rein — über Nautobot Golden Config, nicht ad hoc (Core-Config ist GC-only), und bevor irgendein DHCP angefasst wird.

Der Auftrag

User-Entscheid 2026-08-25: Split-Horizon nicht auf dem Core, sondern in AdGuard, zusammen mit TP23 Stufe 2 — „nichts zweimal bauen".

  1. LXC 110 agh-bf1 + 111 agh-bf2 bauen, Muster exakt wie LXC 130 (Debian 13, tag=20, onboot=1, startup order=10, in den Backup-Job backup-6dcf5c10-610f). Als Paar — ein einzelner AGH wäre ein DNS-SPOF auf pve. Adressen 10.40.20.36 / .37 — TP32 will DNS auf .3x, .30/.31/.32 sind Nautobot; .36/.37 sind frei geprüft (kein ARP, keine Lease, DHCP-Pool beginnt erst bei .100). ⚠️ Nebenbefund: TP32 nennt als Pool .200–.249, live läuft .100–.200 — Konflikt mit „.100–.199 App-Services". Bestand bleibt; nur beim Vergeben aufpassen.
  2. Basis-Config übernehmen (Upstreams/Bootstrap/Filter) aus adguard_bf1, /opt/docker/adguard_bf1/conf/AdGuardHome.yaml (Backup daneben: …bak-tp23-20260817). Rewrites NEU bauen — s. Fund 1.
  3. Die 16 Rewrites setzen: jeder Site-Name aus caddy/Caddyfile → 10.40.20.40.
  4. Firewall zuerst (Fund 3): TP5-E2-Regeln auf .36/.37 erweitern, per GC deployen, --refresh-compliance fahren.
  5. Testen, bevor irgendein DHCP angefasst wird: dig @10.40.20.36 vw.emsenhuber.net (erwartet 10.40.20.40), dig @10.40.20.36 <irgendein-lease>.lan (erwartet die Lease-IP), und dasselbe gegen .37. Zusätzlich aus einem anderen VLAN — sonst prüft man nur VLAN20 und übersieht genau den Firewall-Fall.
  6. VLAN für VLAN umstellen, nicht alle sieben: VLAN20 → VLAN10 → Rest, VLAN30 (IoT, 26 Geräte) zuletzt; dort ist ein Reconnect am teuersten.

⏱️ Die Falle, die den Zeitplan bestimmt: lease-time=1d

Alle sieben Server stehen auf 1 Tag (GUEST 12 h). Ein geändertes dns-server erreicht die Clients erst zur Erneuerung (T1 ≈ halbe Laufzeit) — der Cutover wirkt also verzögert und ungleichzeitig, und ein Rollback wirkt genauso langsam. Zwei Konsequenzen:

  • Vor dem Flip die lease-time im betroffenen VLAN auf ~10 min senken (GC-Deploy), umstellen, verifizieren, danach zurücksetzen. Sonst zieht sich die Umstellung über Stunden.
  • „Es geht noch" beweist nach dem Flip gar nichts — das Gerät hat schlicht die alte Lease. Abnahme ist eine frische Lease + scutil --dns / resolvectl status, nicht ein ping.

🔙 Rollback (vorher lesen, nicht danach)

  1. dns-server im betroffenen /ip dhcp-server network zurück auf <VLAN>.1 — der Core ist unverändert ein vollwertiger Resolver (DoH zum CF-Gateway, verify-doh-cert=yes, allow-remote-requests=yes); er wird in diesem TP nicht abgeschaltet.
  2. Clients erneuern lassen (s. lease-time oben) oder gezielt bouncen.
  3. Firewall-Regeln dürfen stehen bleiben — sie schaden nicht. ⇒ Der Core bleibt bis zum Ende der Session unangetastet als Rückfallebene. Erst wenn alle sieben VLANs sauber über AGH laufen, wird über sein Abschalten überhaupt geredet (eigener Entscheid).

Fallen, die schon bezahlt sind

  • 🔴 Ein Statuscode vom öffentlichen FQDN beweist nichts. grafana.emsenhuber.net lieferte monatelang 302 — das war der Access-Login, während der Dienst gar nicht existierte. Immer gegen das Origin messen. Umgekehrt gilt dasselbe: die 400/403/404 der MCP-Endpunkte sind echte Serverantworten, kein Proxy-Fehler.
  • 🔴 pvesm free scheitert an geschützten PBS-Snapshots stillschweigend. Entschützen: pvesh set /nodes/pve/storage/pbs/content/<volid> --protected 0.
  • 🔴 Startreihenfolge auf pve hängt NICHT an der VMID, solange ein Gast startup: order= trägt.
  • ⚠️ Core-Config läuft über Nautobot Golden Config — DHCP- und Firewall-Änderung brauchen Template und ComplianceRule, sonst Drift. Letzter geprüfter Stand: 104/104, 0 Drifts (08-23); vor dem Cutover einmal --refresh-compliance fahren, damit die Ausgangslage sauber ist.
  • ⚠️ Caddy in LXC 130 hat einen eigenen Netz-Namespace und ist deshalb nicht von der macvlan/ipvlan-Blindheit betroffen — ein AGH im Docker-LXC 400 wäre es. Ein weiterer Grund für eigene LXCs statt „Container dazu".
  • ⚠️ Mit Split-Horizon greift CF Access innerhalb des Netzes nicht mehr. Bewusster Preis (User 2026-08-25); innen tragen TP5-Segmentierung und die App-eigene Auth.

Danach offen (TP31 Rest)

Tunnel bf-public + cloudflared auf ap1/ap2 (arm64, 95 MB Flash frei — ⚠️ je ein physischer device-mode-Wechsel am Gerät nötig), CNAMEs umhängen (n8n → gitea → hass → vw; hass erst nach dem 400er-Fix), dann bf-nas/bf-pve/bf-mm löschen und die alten Container entfernen. Danach: adguard_bf1 im Docker-LXC 400 abbauen — sonst stehen zwei AdGuards mit widersprüchlichen Rewrites im selben Netz.