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VLAN1-Leak-Härtung (TP3.1) + VLAN1-Retirement/cudy-Teardown (TP19) — Runbook
Stand: 2026-07-15. Zwei verschiedene TPs, ein gemeinsamer Session-Ablauf (Phase A wird logisch zuerst
gemacht, blockiert aber Phase B nicht). Steuerung/Scope: docs/teilprojekte.md → TP3.1 (Phase A) und
TP19 (Phase B). Verwandt: project_vlan1_dhcp_incident (Root-Cause-Erstdiagnose), routeros/tp3.1-ap2-vlan.rsc
(Interim-Härtungsmuster, dort erstmals auf ap2 angewendet). Für eine frische Session gedacht — kein Vorwissen
aus Vorgänger-Sessions vorausgesetzt.
TL;DR
Akuter Bug, nicht nur Cleanup: Clients auf dirtyvader-main (VLAN10) bekommen zeitweise
10.40.41.x-IPs (VLAN1) statt 10.40.10.x — der bereits einmal diagnostizierte
Dual-DHCP-Race (gleiche MAC hält gleichzeitig eine defconf/VLAN1- und eine dhcp-v10-Lease).
- Phase A — TP3.1-Scope (~30–60 Min): akutes Leck auf ap1 stopfen, gleiche Härtung wie 2026-07-06 auf ap2 (dort schon TP3.1-Interim-Härtung). Symptom weg, VLAN1 existiert danach noch.
- Phase B — TP19-Scope (~2–3h): VLAN1 + cudy komplett abbauen. Ursache weg, kein Leck mehr möglich, Phase-A-Härtung wird dabei redundant (muss nicht zurückgebaut werden, verschwindet mit VLAN1 selbst).
Phase A blockiert Phase B nicht (unabhängig ausführbar), aber Phase B macht Phase A überflüssig.
Kontext / Root Cause
VLAN1 ist historisch das Flachnetz der alten FritzBox-Ära und trägt bis heute:
- Das cudy-Alt-WLAN (
elektrosmog.co.ä., cudy1/cudy2,10.40.41.246/.247) — bridged Clients untagged in VLAN1. - Eine aktive DHCP-Client-Rolle auf ap1 (
defconf/pool-v1) — vergibt weiterhin10.40.41.x-Leases. - Switch-/AP-Management (sw1
.11, sw2.12, ap2-Mgmt.2) — das bleibt bis zum separaten MGMT-VLAN99-Cutover, ist NICHT Teil dieses Teardowns.
Bereits einmal aufgetreten und diagnostiziert (project_vlan1_dhcp_incident, 2026-07-05/06):
dieselben Main-SSID-MACs hielten gleichzeitig eine korrekte dhcp-v10-Lease und eine
defconf/VLAN1-Lease → Race, sichtbar als „offering ... without success" + minütliches Flapping.
Fix damals (TP3.1, 2026-07-06): auf ap2 wurden die Master-Radio-Bridge-Ports wifi1/wifi2
von frame-types=admit-all auf admit-only-vlan-tagged umgestellt — untagged Main-Frames werden
seither auf ap2 verworfen statt in VLAN1 gedumpt. Diese Härtung wurde nur auf ap2 gemacht. Der
aktuell gemeldete Leck auf dirtyvader-main deutet stark darauf hin, dass ap1 die gleiche Lücke
noch offen hat (lokale Main-Radios dort vermutlich noch admit-all).
Phase A (TP3.1) — Akutmitigation (Leck auf ap1 stopfen)
Ziel: dirtyvader-main-Clients bekommen zuverlässig nur noch dhcp-v10-Leases, keine defconf
mehr. VLAN1 selbst bleibt vorerst bestehen (das ist Phase B).
A1 — Live-Diagnose (Race bestätigen)
mikromcp list_wifi_clients/ Registration-Table auf ap1, gefiltert aufdirtyvader-main-Interface → betroffene MACs sammeln.mikromcp list_dhcp_leasesauf beiden Servern (defconf= VLAN1-Pool,dhcp-v10= VLAN10-Pool) → nach denselben MACs suchen. Beweis des Race: dieselbe MAC taucht in beiden Leases auf.- Prüfen, ob die betroffenen Clients über ap1 (lokal) oder ap2 (remote-CAP) verbunden sind — falls ap2, ist die TP3.1-Härtung dort vermutlich schon aktiv und das Leck sitzt tatsächlich auf ap1 (bestätigt die Hypothese) oder wo anders (cudy selbst, s. A4).
A2 — Fix: ap1 Main-Radio-Härtung (Playbook = TP3.1)
- Auf ap1: welche Bridge-Ports tragen die lokalen Master-Radios für
dirtyvader-main(wifi1/wifi2, analog zur ap2-Struktur aus TP3.1)? Aktuellenframe-types-Wert prüfen. - Falls
admit-all: aufadmit-only-vlan-taggedumstellen — exakt das gleiche Muster wie TP3.1 auf ap2, sieherouteros/tp3.1-ap2-vlan.rscals Referenz. - ⚠️ NICHT anfassen:
ether2(WAN-Trunk/Mgmt-Pfad von ap1 — VLAN1 muss dort laut TP3.1/TP4 weiterhinuntagged=bridge,ether2bleiben, sonst Lockout-Risiko für Switch-/AP-Mgmt). Nur die WLAN-Radio-Bridge-Ports ändern, kein anderer Port. dryRun:truezuerst, Diff prüfen, dannapply_plan.
A3 — Verifikation
- Betroffene Clients (aus A1) neu verbinden lassen (WiFi aus/an) oder auf DHCP-Renew warten.
- Neue Lease muss ausschließlich
dhcp-v10sein —defconf-Lease für diese MAC darf nicht erneuert werden (alte Lease läuft aus/wird nicht erneuert = ok). - 10–15 Min beobachten (mehrere Renew-Zyklen), kein erneutes Flapping.
A4 — Falls A2 nicht ausreicht
Falls nach dem ap1-Fix das Symptom weiter auftritt: Leck sitzt evtl. nicht an den Main-Radios, sondern am cudy selbst (bridged evtl. irgendwo denselben L2-Broadcast-Domain-Ast) oder an einem noch nicht identifizierten Pfad. In dem Fall: Phase B (kompletter cudy-Abbau) vorziehen/beschleunigen — das Symptom verschwindet spätestens dann garantiert, weil die VLAN1-Quelle physisch weg ist.
Phase B (TP19) — Vollständiger Teardown (VLAN1 + cudy weg)
B0 — Ziel-Abgrenzung
Weg: cudy-WLAN komplett, VLAN1 als Client-Netz (defconf/pool-v1). Bleibt (by design, bis
separater MGMT-VLAN99-Cutover): sw1 .11, sw2 .12, ap2-Mgmt .2 — statisch, kein DHCP nötig.
B1 — Prereqs: restliche VLAN1-Clients umziehen (SONST verwaisen sie beim cudy-Tod)
Live-Stand ap1-ARP zuletzt geprüft 2026-07-13 — zu Sessionbeginn neu sweepen, Stand kann sich geändert haben:
- Christophs Endgeräte → VLAN10 (
dirtyvader-main): MacBook-Air.41.182(c0:c7:db:de:71:be— = Claude-Sandbox-Client! Als Erstes umhängen, sonst verliert die laufende Session ggf. die Verbindung), iPhone.41.186. - 2 unidentifizierte VLAN1-Geräte:
.41.133(02:11:32:22:1e:25, randomisierte/lokal-admin. MAC — evtl. Phone-Privacy-MAC oder VM) +.41.198(34:2b:6e:6f:1f:ef) → vor Teardown verorten (größter Zeit-Unsicherheitsfaktor laut Schätzung). Falls nicht auflösbar in angemessener Zeit: Risiko abwägen — Gerät verwaist beim Teardown, taucht dann als "kein DHCP mehr" auf und lässt sich danach über den Symptom-Report re-identifizieren. - Media → VLAN40 verifizieren: Apple TV 4K + Philips TV 50PUS7304 (beide zuletzt aus) —
einschalten, ap1-ARP prüfen ob
dirtyvader-media/VLAN40 oder noch cudy/VLAN1. ⚠️ Apple TV = vermutlich Thread-Border-Router der 22-Matter-Geräte-Flotte (TP17.1) — nicht sorglos stromlos lassen, nur kurz für den Check. - Saisonale Shellys s1/s2/s3/s12 (aus, Weihnachtsdeko/Diele-Steckdose): Empfehlung kurz vor
dem Teardown einstecken +
mcp/shelly/migrate.py, sonst müssen sie später per physischem AP-Mode-Reset nachgezogen werden. Nicht blockierend — kann übersprungen werden, wenn der spätere Reset-Aufwand akzeptiert wird. - pve-Interim-IP
.41.100(bewusster Fallback) beim Teardown mit abräumen.
B2 — Teardown-Sequenz
- VLAN1-Client-Sweep = leer verifizieren (nur Mgmt-IPs sw1/sw2/ap2 übrig).
- cudy1/cudy2 stromlos/Reset/ausbauen (
.41.246/.247). - SwitchBot floor-lamp (
.41.184,b8:f8:62:09:f2:04) via App/BLE aufdirtyvader-iot/VLAN30 provisionieren (Reservierung.30.227liegt bereits) — laut User erst jetzt (nach cudy-Tod) zuverlässig möglich, davor nicht versuchen. - ap1
defconf/pool-v1-Client-DHCP zurückziehen — Mgmt-Reachability für sw1/sw2/ap2 (VLAN1 statisch) dabei erhalten, nicht die ganze VLAN1-Interface-Config killen. - Interim-Krücken aufräumen:
- ap2
frame-types=admit-only-vlan-tagged(TP3.1) — verschwindet automatisch mit VLAN1, kein Rückbau nötig (bleibt im Zielbild korrekt). - ap1-Härtung aus Phase A — dito, wird mit VLAN1-Tod redundant, kann bleiben.
st-main rrm/wnm(802.11k/v Roaming-Provisorium) neu bewerten, ob nach Migration noch nötig.
- ap2
- Nachziehen:
inventory/bf.csv,docs/ip-plan.md, ap1bf.lan-DNS,docs/teilprojekte.mdTP19 auf ✅.
Risiken & Rollback
- Lockout-Risiko (wie bei jedem VLAN1-Touch): VLAN muss existieren + der Port/Radio muss es tragen,
in einem Schritt ändern. Vor dem Zurückziehen von
defconf/pool-v1 sicherstellen, dass sw1/sw2/ ap2-Mgmt-IPs weiterhin statisch erreichbar sind (kein DHCP-Abhängigkeit für die Mgmt-Pfade). - MacBook = Sandbox-Client: Reihenfolge einhalten (B1.1 zuerst) — sonst reißt beim cudy-Abbau die eigene Session-Verbindung ab, bevor der Umzug bestätigt ist.
- Verwaiste Geräte: falls B1.2 (unidentifizierte Geräte) nicht rechtzeitig auflösbar ist und der Teardown trotzdem durchgezogen wird → Gerät fällt aus dem Netz, ist aber nicht zerstört (physischer Zugriff/Re-Provisionierung später möglich, kein Datenverlust-Risiko).
- Rollback Phase A:
frame-typesauf ap1 zurück aufadmit-all(macht das Leck wieder auf, aber reversibel). - Rollback Phase B: cudy-Hardware ist nach Ausbau nicht mehr im Netz — Rollback würde Wiedereinbau
- Reset auf alte Config bedeuten (nicht vorgesehen, Teardown ist bewusst final).
Verifikation (Gesamt)
dirtyvader-main-Clients bekommen ausschließlich.10.x-Leases (Phase-A- und Phase-B-Beweis).- VLAN1-ARP/DHCP-Sweep auf ap1: nur noch sw1/sw2/ap2-Mgmt-IPs sichtbar, keine Client-Leases mehr.
- cudy-SSID nicht mehr sichtbar in WLAN-Scans.
- Alle in B1 gelisteten Geräte auf ihrem Ziel-VLAN erreichbar (HA-Cross-Check wie im TP17-Runbook-Muster).